Das Indische Räderwerk


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Das Indische Räderwerk - Kapitel 5

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Das Indische Räderwerk
Auszug aus dem Drehbuch - Kap. 5

Interview mit Seyed Ali

Frage: Was wünschst du dir für deine Zukunft ?
Ich möchte Geld für mein Heim verdienen
Frage: Wie willst du das anstellen ?
Seyed Ali: Ordentlich arbeiten gehen, gut verdienen.
Frage: Was für eine Arbeit, wie willst du gut verdienen.
Seyed Ali: Ich möchte Teeladenbesitzer werden.
Frage:  Ist das alles was du dir für deine Zukunf wünschst.
Seyed Ali (lacht) Nicht so ganz, aber wenn ich Arbeit finde werde ich sie nehmen. Egal was für eine Arbeit.
Frage: Was ist denn das schönste in deinem Leben irgendwelche glücklichen Momente ?
Syed Ali: Ne, sowas gibt’s nicht. --- Ich gehe ab und zu ins Kino. Wenn es schön ist, erzähle ich meinen Freunden die Geschichte weiter.

Das ist er, der indische Held: Stark und unbezwingbar. Eisen kann er biegen wie Wachs. Aber niemals, niemals wird er seine Kraft einsetzen gegen seinen Herrn. Er ist ein Diener. Das ist sein Schicksal, seine Bestimmung, sein Karma, seine Rolle, der er treu bleibt bis in den Tod.

Wenn Cedili das von seinen Kinohelden gelernt hätte – dann wäre er nicht weggerannt. Er wäre seiner Rolle treu geblieben. Aber er hat es vermasselt. Er hat nicht kapiert, wie falsch es ist, sich aufzulehnen.

Denn das ist das ganz große Gesetz, gegen das nicht einmal die Götter verstoßen dürfen: Akzeptiere dein Karma und spiel deine Rolle.

Es gab einmal einen großen Tempel im Süden Indiens, und viele Götter wohnten darin. Täglich kamen die Frommen der Gegend und brachten Geschenke. Die meisten waren einfache Leute, Bauern, und sie baten die Götter vor allem um eine gute Ernte.
Es kam eine Zeit, da blieb der Regen aus. Da kamen die Frommen zu den Göttern und brachten mehr und bessere Geschenke und flehten die Götter um Regen an. Aber die Götter kümmerten sich nicht und die Ernte verdorrte. Da nahmen die Bauern Steine und vermauerten die Türen und Fenster und verrammelten jede noch so kleine Öffnung, so daß nicht einmal mehr eine Maus  zu den Göttern gelangen konnte. Niemand besuchte mehr die Götter, die so versagt hatten. Und der Tempel verfiel.

Jeder muß seine Rolle spielen, so, wie sie ihm zugeteilt wurde. Und die Rolle der Götter ist es dafür zu sorgen, daß alles funktioniert.
Zu diesem Zweck haben sie überall im Lande ihre Dependancen eingerichtet – Anlaufstellen für Anträge und Bittschriften, Berichte und Klageverfahren, Audienzen und Informationen jeder Art.
Hier laufen die Fäden der Macht zusammen – hier wird entschieden, wer wie Sand im Getriebe wirkt und wer seine Rolle richtig spielt. Hier wird entscheiden über Lohn und Strafe.

Alle kommen sie hierher, ob Politiker, Kaufmann, Handwerker oder Bauer. Sie kommen um ihre Sorgen und Pläne zu unterbreiten, um vorstellig zu werden in Sachen Glück und Reichtum - und sie erwarten Beachtung.
In aller Demut, versteht sich.

 


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