Endstation Tirunelveli


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die deutsche Zensurwirklcihkeit wird ausführlich beschrieben unter

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Endstation Tirunelveli - Kapitel 3 / 4

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ENDSTATION TIRUNELVELI - Teil 3
Ein Film von Katrin Mehlhop (30 Min)

Auszug aus dem Drehbuch - Teil 3 -

Cruz: Die Eltern verstehen die Probleme ihrer Kinder nicht und deshalb rennen sie von zuhause weg.
Sie gehen in die Städte und genießen erstmal ihre Freiheit. Sie können überall schlafen, unabhängig sein, ins Kino gehen oder den Schauspielern und Schauspielerinnen der Stadt nachstellen.
Bei diesen Kindern muß  die  Gesellschaft erstmal dafür sorgen, daß sie zur Familie zurückgeführt werden.
Meistens wollen die Eltern ihr Kind, nachdem es  weggerannt ist, nicht wieder annehmen, weil ein weggelaufenes Kind ihr soziales Ansehen vermindert. Vom ganzen Dorf wird das Kind als Schande für die Famile betrachtet.
So daß die Eltern aus Prestigegründen  ihre Kinder ablehnen.

Betreuer: Wie lange ist es her, daß du deinen Sohn gesehen hast?

Vater: Ungefähr ein Jahr.

Betreuer: Du hast ihn ein Jahr lang nicht gesehen. Hast du dich nicht erkundigt oder gefragt, was er macht oder wie es ihm geht?

Vater: Ja, doch. Ich habe überlegt, ihn bei meinen Eltern unterzubringen, aber wenn ich das mache und seine Großeltern ihm Arbeit geben, dann haut er wieder ab und ich muß ich ihn suchen gehen und das kostet Geld. Aber das Geld habe ich nicht. Ich verdiene sowieso sehr wenig. Ich arbeite als Träger. Am Tag verdiene ich 2 - 3 Mark und das reicht gerade mal zum Essen. Deshalb soll er da bleiben, wo er ist.

Madasamy:  Als ich meinen Vater wiedergesehen habe, mochte ich ihn nicht. Schon als ich hinkam hat er so komisch geguckt. Wie immer hat mein Vater die üblichen Fragen gestellt, aber ich habe nicht geantwortet, sondern nur stumm dagestanden.
Danach hat er sich mit dem Betreuer unterhalten.

Betreuer: Hast du noch Gefühle für Deinen Sohn?

Vater: Ja, ich habe Gefühle für ihn. Er ist schließlich mein Sohn.

Betreuer: Dann kannst Du doch etwas für Deinen Sohn machen.

Vater: Ja, ich würde gerne etwas für ihn tun. Aber leider habe ich nicht die Mittel dafür, deswegen habe ich ihn dort gelassen, wo er ist. Da soll er einen Beruf lernen, damit sein Leben besser wird als meins.

Syed Ali: Am liebsten gehe ich ins Kino.
Wenn der Film schön ist, erzähle ich meinen Freunden die Geschichte weiter. Wenn nicht, gehe ich vorher raus.

Cruz: Im indischen Jugendschutzgesetz ist festgelegt, daß  Jungen unter 16  und Mädchen unter 18 Jahren nicht arbeiten dürfen.

Cruz: Aber in den meisten Fällen können wir das Alter der Kinder nicht feststellen.
Die Eltern kennen das Geburtsdatum ihrer Kinder nicht. Sie sind Analphabeten. Sie können sich allenfalls daran erinnern, welcher Politiker gerade an der Macht war, oder welches Fest in die Zeit fiel, als ihr Kind geboren wurde. Deshalb können wir das Alter der Kinder nie genau feststellen.

Cruz: Unabhängig davon gehen wir zu den Fabrikbesitzern, den Händlern und Tee-ladeninhabern und sprechen mit ihnen darüber, daß es eine vernünftige Arbeitszeit für die Kinder geben muß.

Raj: Am Busbahnhof arbeite ich von halb drei Uhr nachmittags bis 12 Uhr nachts. Oft auch bis 2:00 Uhr nachts.

Manchmal kommt Herr Rajkumar und holt mich ab. Wenn nicht, schlafe ich am Busbahnhof und gehe erst morgens zurück. Nachts habe ich Angst allein durch die Straßen zu laufen, deshalb bleibe ich lieber dort.

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