Endstation Tirunelveli


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Endstation Tirunelveli - Kapitel 1 / 4

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ENDSTATION TIRUNELVELI - Teil 1
Ein Film von Katrin Mehlhop (30 Min)

Auszug aus dem Drehbuch - Teil 1 -

Raj, Syedali und Madasamy singen auf Tamil: Willst du trinken und knabbern, knabbern und trinken…

Kommentar:
Es gibt Orte, die scheinen hinter dem Mond zu liegen. Sie sind weit weg und bedeutungslos. Orte wie Tirunelveli.
Aber diese kleine unscheinbare Provinzstadt hat etwas Besonderes. Wer mit Bus oder Bahn in Südindien unterwegs ist, der muß hier durch. Auch allein reisende Kinder. Kinder, die von zu Hause weggerannt sind. Sie schlagen sich durch - irgendwie - und bleiben, wo sie überleben können. Für sie gibt es hier in Tirunelveli das Saranalayam. Das heißt „Zuflucht“. Hierher können die Kinder kommen, um zu schlafen. Um sicher zu sein. Nicht viel mehr, aber auch nicht weniger.

Syedali: Ich heiße Syedali. Als ich 5 Jahre alt war, ist meine Mutter gestorben.
Jetzt habe ich eine Stiefmutter.

Raj: Mein Name ist Rajeshwer. Ich komme aus Pattei. Meine Mutter ... meine Mutter ist  gestorben. Ich habe eine Stiefmutter. Sie hat gesagt, du kannst zuhause bleiben, aber ich wollte nicht dableiben.

Raj singt:  
Ich habe eine stille Einsamkeit gefunden.
Ich habe eine ungeordnete Welt gesehen.

Madasamy: Ich heiße Madaswamy. Ich habe keine Mutter und meinVater ist nicht mehr mit mir zusammen. Schon als kleinen Jungen, hat mich meine Mutter bei meiner Tante abgegeben. Ich habe mir sehr oft gewünscht, meine Mutter zu sehen, aber sie hat mich schon früh verlassen. Selbst wenn ich ihr auf der Straße begegnen würde, würde sie mich nicht erkennen.

Cruz: Im September 1993 haben wir ein Heim gegründet. Hierher können die Kinder kommen und offen mit uns über alles reden. Am Anfang haben sie kein Vertrauen zu uns. Sie haben ihren Glauben in die Welt und die Gesellschaft verloren. Sie mißtrauen den Menschen um sich herum. Deshalb erzählen sie zuerst Lügen und geben falsche Informationen.

Cruz: Nach 2, 3 Tagen, wenn wir den Kindern Aufmerksamkeit schenken und ein Lächeln, und sie fragen, ob sie sich erst mal ausruhen wollen, wenn wir ihnen Spiele anbieten oder Fernsehen, das sie mögen, dann fangen sie an, uns zu vertrauen. Nach 3, 4 Tagen beginnen sie dann, die Wahrheit zu sagen.

Raj: Mein Vater läßt mich in Ruhe, nur mein Onkel hat immer wieder gesagt, bleib nicht zuhause, geh’ zur Arbeit, und manchmal hat er mich auch geschlagen. Deshalb bin ich hierher gekommen.

Syedali: Mit meiner Stiefmutter sind wir  nach Melapalayam umgezogen. Da gab es Streit. Nebenan war ein Teeladen und die Jungs vom Teeladen kamen immer zu mir und haben Ärger gemacht. Da habe ich zurückgeschlagen. Deshalb hat mein Vater dauernd mit mir geschimpft. Ich konnte nicht mehr dableiben
und bin von zuhause weggelaufen.

Syedali: So wie jetzt hier gehts. Wenn  ich nach hause zu den Eltern komme, schlagen sie mich.

Raj: Ich habe bei verschiedenen Stellen gearbeitet und bin auch dort geschlagen worden. Deshalb bin ich nicht mehr hinge-gangen. Dafür hat mich dann mein Onkel verprügelt. Für jede Kleinigkeit hat mich mein Onkel geschlagen und mit mir geschimpft.Deshalb bin ich hierhergekommen.

Cruz: Wenn wir untersuchen, warum die Kinder von zu Hause weglaufen, finden wir immer die gleichen Gründe. Hohe Schulden, unmoralisches Verhalten der Eltern oder Heirat eines neuen Partners. Oft ist auch schulisches Versagen ein Grund, weshalb die Kinder von zu Hause weglaufen. Manchmal der Aberglaube und die religiöse Strenge: die Gesellschaft hier verurteilt jeden für seine Fehler - auch wenn sie schon lange zurückliegen - es gibt kein Vergessen. Wenn die Kinder einmal versagt haben, werden sie von den Vorurteilen ihrer Umgebung psychisch und emotional erdrückt. Es gibt so viele katastrophale Zustände.


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